Die Nutzung von Solarstrom wird in Deutschland immer beliebter. Immer mehr Hausdächer sind mit Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen ausgestattet – ein positives Zeichen für Umweltbewusstsein und Energiewende. Doch neben den vielen Vorteilen, die Solarstromanlagen bieten, gibt es auch Aspekte, die aus Sicht der Feuerwehr Beachtung verdienen.

Als Freiwillige Feuerwehr möchten wir darauf hinweisen, dass mit der Installation solcher Anlagen auch neue Herausforderungen entstehen – insbesondere bei Brandeinsätzen. Denn Solaranlagen produzieren Strom, sobald Licht auf die Module fällt. Das bedeutet: Selbst wenn der Strom im Haus abgeschaltet wurde, kann von der Anlage weiterhin eine elektrische Gefahr ausgehen. Für Einsatzkräfte kann dies das Vorgehen im Brandfall deutlich erschweren.

Auch bauliche Veränderungen am Dach, die mit der Installation einhergehen, können Auswirkungen auf die Sicherheit und Zugänglichkeit im Einsatzfall haben. Zudem verändert sich durch die Stromproduktion auf dem Dach die Art und Weise, wie Feuer sich im Gebäude ausbreiten kann oder welche Löschmethoden angewendet werden dürfen.

Für Bürgerinnen und Bürger heißt das nicht, auf die Vorteile einer Solaranlage zu verzichten – ganz im Gegenteil. Es ist lediglich wichtig, sich auch über die sicherheitsrelevanten Aspekte im Klaren zu sein und diese bei Planung und Betrieb zu berücksichtigen.

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Technik, gute Information und der Austausch mit den örtlichen Einsatzkräften können im Ernstfall entscheidend sein. Denn je besser wir als Feuerwehr über die Gegebenheiten vor Ort Bescheid wissen, desto schneller und sicherer können wir helfen – für Sie, Ihre Familie und Ihr Zuhause.